Demo für Demokratie
Rund 1.000 Menschen, minus ein Grad – und ein starkes Zeichen für Demokratie mitten in München.
Angemeldet waren 150. Gekommen sind rund 1.000. Trotz frostiger Temperaturen haben sich am Samstag Menschen aus ganz München auf dem Marienplatz versammelt, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Demokratie zu setzen.
Volt München hatte zur fünften Demo für Demokratie eingeladen – und was entstand, war weit mehr als eine klassische Kundgebung. Kein Abspulen von Reden, kein Gegeneinander, sondern ein demokratischer Marktplatz mitten in der Stadt: mit Bühne, Infoständen und Raum für Gespräche.
Ich durfte die Veranstaltung moderieren, und unser Anspruch war klar: Demokratie nicht nur beschwören, sondern erlebbar machen. Austausch ermöglichen. Unterschiedliche Perspektiven nebeneinander stehen lassen – und trotzdem Verbundenheit spüren.
Auf der Bühne und auf dem Platz waren Vertreter*innen aus nahezu dem gesamten demokratischen Spektrum Münchens, dazu europäische, lokale und zivilgesellschaftliche Initiativen. Unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche politische Traditionen – aber ein gemeinsamer Kern: das klare Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einer offenen, vielfältigen Stadtgesellschaft.
Mehrfach wurde betont, wie wichtig es gerade jetzt ist, den demokratischen Diskurs nicht den Extremen zu überlassen, sondern ihn aktiv zu gestalten. Nicht im Modus des Gegeneinanders, sondern als Wettbewerb um die besten Ideen – auf dem gemeinsamen Boden eines demokratischen Selbstverständnisses.
Für uns als Volt ist genau das der Kern politischer Arbeit: zukunftsorientiert denken, konstruktiv streiten, Lösungen entwickeln – und Menschen mitnehmen, statt sie in Lager zu sortieren.
Diese Demo war deshalb mehr als ein Termin im Kalender.
Sie war ein sichtbares Signal dafür, dass es in dieser Stadt viele gibt, die nicht nur zuschauen, sondern Demokratie leben und mitgestalten wollen.
Und uns war es eine Ehre, all diese Menschen zusammenzubringen und einen Beitrag zu leisten, dass dieser Funke weitergetragen wird in die Gesellschaft.